Coaching für die Berufswahl

Neues Angebot

 

Der für die Berufs- und Studienorientierung zuständige Lehrer Heiko Rohde hat den erstmals an der Feldbergschule stattfindenden Coaching-Tag für die Praktikums- und Berufswahl der 11. Klassen des Beruflichen Gymnasiums zusammengefasst. Lesen Sie nachfolgend seinen Bericht.

 

Am Montag den 11. Juni 2018 haben insgesamt 36 SchülerInnen der 11. Klasse des Beruflichen Gymnasiums der Feldbergschule erstmals an einem eintägigen Training zur Berufs- und Studienorientierung teilgenommen. Unter Anleitung von „Life und Business Coach“ Dorothee Mundorf-Unkrig setzten sich die TeilnehmerInnen mit ihren eigenen, ganz persönlichen Interessen Neigungen und Kompetenzen im Rahmen des „Karrierekompass“ auseinander. „Wir mussten für uns selbst ermitteln und aufschreiben, was uns wichtig ist, was wir wissen und welche Werte uns im Berufsleben wichtig sind“, beschreibt Joana Titscher diese erste Phase: „Der daran anschließende Abgleich zwischen Eigenbild und Fremdbild im Rahmen einer Partnerarbeit war für mich eine sehr bereichernde Erfahrung.“

 

Diesem knapp zwei stündigen sehr persönlichkeitsorientierten Auftakt folgte ein „Markt der Möglichkeiten“, in dem sich die SchülerInnen unter Anleitung und mit Hintergrundinformationen der Dozentin über die sehr verschiedenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in Kooperation mit Unternehmen, an verschiedenen Hochschulen sowie in verschiedenen Berufsfeldern informierten. Besonders über die Unterschiede zwischen den Fachhochschulen und Universitäten wurden dabei intensiv diskutiert: „Wenn eine Fachhochschule praxisorientierter arbeitet, so liegt mir das viel mehr als das eher trockene wissenschaftstheoretische Studium an einer Universität, oder?“, wollte Luzya von der Referentin wissen. „Das kommt ganz darauf an, worin deine persönlichen Erwartungen und Vorlieben liegen“, lächelte die Dozentin sie an. Dorothee Mundorf-Unkrieg kennt solche Überlegungen Jugendlicher nicht nur von ihren eigenen Söhnen, sondern auch aus der jahrelangen Beratung von Studierenden im Rahmen der Hochschulförderung und von ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Betreuerin der Auszubildenden ihres Unternehmens aus dem Bereich der Wirtschaftsberatung und -prüfung.

 

Warum gibt es das neue Angebot? Uns war es wichtig eine erfahrene Berufs-Praktikerin für ein Coaching an der Feldbergschule zu gewinnen. Wir erhoffen uns dadurch kurzfristig wichtige Impulse für das in einem Jahr anstehende Praktikum der SchülerInnen, das dann auch Basis für eine zukünftige Berufsentscheidung sein kann.

 

Und so passte es, dass nach dem Input zu den Studien- und Berufsmöglichkeiten tatsächlich erst einmal die Planungen für das Praktikum in einem Jahr im Vordergrund standen. Mit Hilfe ihres persönlichen Kompasses sollten die SchülerInnen nun in Eigenregie ihre ganz persönlichen nächsten drei Schritte ermitteln. Dabei weiß Tamara bereits sehr genau, bei welchem Unternehmen sie ihr Praktikum absolvieren wird: „Meine nächsten Schritte bestehen darin zu überlegen, wie ich mich auf das Praktikum bei der Polizei am besten vorbereite – sowohl seelisch als auch körperlich“. Adel hingegen weiß bisher nur vage, dass er gerne im Bereich der Logistik sein Praktikum absolvieren will. Er möchte dort die in seinem Karrierekompass im Bereich „Wissen“ ganz oben stehende Vielsprachigkeit einsetzen können: „Ich will im Internet und durch einen Anruf bei der Fraport AG ermitteln, welche Möglichkeiten ich für ein Praktikum bei einem Logistikunternehmen hätte,“ beschließt er seine kurze Präsentation zu den persönlichen Planungen auf Basis der an diesem Tag erhaltenen Anregungen.

 

Dorothee Mundorf-Unkrieg ist begeistert von der harmonischen Vielfalt und Aufgeschlossenheit der FeldbergschülerInnen: „Ich habe bisher selten eine so breite Palette an Vorstellungen erlebt, wie sie diese jungen Menschen hier haben. Durch die Breite der Vorstellungen von der verwaltungsorientierten Unterstützung einer Frauenrechtlerin, über die Arbeit bei einer Modezeitschrift oder im Architekturbüro bis hin zur Tierärztin haben sich heute beeindruckend weite Horizonte unterschiedlichster Interessen eröffnet.“ Sie unterstützt gerne die jungen FeldbergschülerInnen beim Finden ihres persönlichen Weges in die Berufs- und Studienwelt. Auch die SchülerInnen verabschiedeten sich mit einem herzlichen „Auf Wiedersehen“. Viele wollen die Zeit der Sommerferien nutzen, ihre Praktikumssuche erfolgreich voran zu treiben.

 

Auf Foto links: Alicia Hofmann, rechts ist Marie Volz, in der Mitte steht Referentin Dorothee Mundorf-Unkrig.